Fahrbericht Jaguar I-Pace

Jaguar I-Pace Blau

Rating Jaguar I-Pace

10 Fahrleistung
9 Optik
6 Preis
10 Durchzug
8.8

Fahrbericht Jaguar I-Pace

Bereits vor zwei Jahren hatten wir über das moderne Elektroauto von Jaguar berichtet und so viele Vorbestellungen erhalten, dass der Wagen für 2018 sofort ausverkauft war. Für 2019 sind bei uns noch Slots offen. Nun hatten wir Gelegenheit den Jaguar I-Pace zu fahren. Anders als viele Redakteure die keine monatelange Elektroautoerfahrung haben, können wir bereits auf fast ein Jahr Erfahrung durch ein eigenes Elektroauto zurückblicken. Denn einen Elektrowagen fährt man anders als einen Benziner. Und muss umdenken.

Optisch steht der SUV leicht geduckt und kompakt vor einem. Die Zugehörigkeit zu Jaguar ist sofort erkennbar. Er wirkt wie das Filetstück vom E-Pace und F-Pace. Nur moderner. Warum der Wagen auch mit schweren 21-Zoll Felgen angeboten wird, erschließt sich nicht sofort. Ein Elektroauto sollte sparsam ohne Emissionen betrieben werden. Steigt man ein, kann man den Wagen ohne jedes Geräusch starten. Noch nie war fahren einfacher. Einsteigen, Schalter auf Fahren stellen und das war es. Es gibt ein leichtes Rauschen von den Reifen und ein ganz leichtes Surren der Elektromotoren ist hörbar. Bis 40 km/h fährt man fast geräuschlos, wie im Schwebezustand. Wer möchte, kann jedoch über die Lautsprecher ein Fahrerlebnis in Form eines Sounds einstellen. Unsere Vorstellung von einem Elektrowagens ist eher die Stille. Radio und Lüftung aus und völlige Tiefenentspannung bei 90 km/h. Gleiten mit 400 PS macht viel Spaß. Denn der Durchzug ist mit einem normalen Auto nicht vergleichbar. Beim kleinsten Druck auf das Gaspedal schießt der Wagen ohne Verzögerung nach vorne.

Jaguar I-Pace Elektroauto Elektrowagen


Der I-Pace fährt sich wie ein Sportwagen

Der I-Pace ist kein Hybrid, sondern ein reiner Elektrowagen mit den Fahrleistungen eines Sportwagens. In 4,8 Sekunden erreicht der Wagen 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Wer sich noch nicht mit dem Thema Aufladung und Ladesäule beschäftigt hat, wird die Ladesäulen auch nicht sehen. Aber sie sind da. Und wer täglich nur 150 Kilometer mit dem Wagen fährt, der benötigt noch nicht einmal eine Box in der Garage. Dann reicht sogar die Haussteckdose mit 2,6 KW aus. Wer unterwegs ist, benötigt auch keinen extra Platz für das Kabel. Denn vorne befindet sich unter der Motorhaube ein weiteres Gepäckfach, in dem locker eine Sporttasche Platz hat. Wer sein Auto nicht weiter als 200 Kilometer täglich fährt, muss sich um Ladepunkte überhaupt keine Gedanken machen.

Gebaut wird der Wagen bei Magna in der Steiermark. Die geschwungenen Formen lassen den F-Pace und E-Pace direkt altmodisch wirken und die Doppelscheinwerfer erinnern an die früheren klassischen Jaguar-Modelle. Im Unterboden befinden sich 432 Lithium-Ionen Zellen mit hoher Energiedichte von 90 kWh. Ähnlich wie bei einem Laptop verhält es sich auch mit diesen Batterien. Ein MacBook Air schafft 1.000 Ladungen und in unserer Firma gibt es MacBook Air Laptops mit 1.600 erreichten Ladungen und noch 80 % Batterieleistung. Wer das Auto schlecht behandelt, bekommt früher die Quittung. Die theoretische Reichweite von 480 Kilometer kann man auch unter besten Bedingungen nicht erreichen. Jedoch sind 350 bis 400 Kilometer drin. Die größten Stromfresser sind die Lüftung in Form von Klima oder Heizung und ruckartiges schnelles Beschleunigen. Fährt man im Sparprogramm und schaltet die Heizung auch mal aus, so sind 400 Kilometer locker zu erreichen. Da der Wagen nur 4,6 KW pro Stunde aufnehmen kann, benötigt man nicht unbedingt eine Wallbox zu Hause. Denn pro 100 Kilometer verbraucht man ungefähr 21 kWh. Bei 2,6 kW an der Haushaltssteckdose ist der I-Pace nach sieben Stunden geladen. Und man fährt ja nicht ständig weite Strecken mit dem Wagen. Dafür wurde er nicht gebaut, sondern eher für Tagesstrecken bis maximal 200 Kilometer. Außerdem kann er oftmals am Zielort angesteckt werden. (STROMVERBRAUCH (kombiniert): ab 24,2-21,2 kWh/100km)

Jaguar I-Pace Elektroauto Elektrowagen


Das schöne LED-Display in der Mittekonsole zeigt den ständigen Ladezustand, die Ladestationen in der Umgebung und wie viel Strom man bei Erreichen des Zieles noch im Tank hat. Wie üblich, lässt sich der Wagen per App schon in der Garage vorheizen und Ladeintervalle vorprogrammieren. Die Straßenlage des SUV ist ähnlich eines F-Type. Durch den niedrigen Schwerpunkt und dem Gewicht im Boden geht er deutlich besser um die Kurve und verhält sich wie ein Sportwagen. Das Drehmoment ist gewaltig und der Allrad-Antrieb startet mit Druck auf das Pedal. Wie bei einem Fön gibt es keine Verzögerung, sondern immer volle Leistung. Auf Feldwegen oder nassen Wiesen fährt der Wagen wie ein Land Rover Discovery Sport. Unbeeindruckt pflügt er durch das Gelände und ist von einem Benziner nicht zu unterscheiden. Nur dass er geräuschlos fährt. Hier finden Sie ein Video zum Jaguar I-Pace. Die Jaguar I-Pace Bildergalerie finden Sie hier. 

Jaguar I-Pace Elektroauto Elektrowagen


Ein Elektrowagen wurde nicht für die Rennstrecke gebaut

Innen ist der Wagen sehr modern ausgestattet. Wie im Range Rover Velar. Vermutlich werden in fünf Jahren alle Wagen so clean aussehen. Wobei das Auto innen nicht neu erfunden wurde, sondern nur sehr modern gehalten ist. Die Wärme der Batterie kann den Innenraum beheizen und die Rekuperation stellt zusätzliche Kilometer an Fahrleistung zur Verfügung. Die Fahrmodi Eco, Comfort und Dynamik arbeiten wie in einem Benziner. Im normalen Alltag reicht Eco aus. Wer nicht ständig mit der Heizung fährt, verbraucht bei zurückhaltender Fahrweise 20-21 kWh auf 100 Kilometer. Man muss sich eben auch etwas umgewöhnen. Wer bei Temperaturen um 10 Grad sofort die Heizung für zwölf Kilometer Fahrweg anstellt, sieht einen starken Abfall der Batterieleistung. Fährt man jedoch mit Sitzheizung die kurze Strecke, ist es schneller warm und gemütlich. Die Sitzheizung belastet die Batterie nicht messbar. Und im Stau benötigt man keinen Strom. Der Testwagen kostet knapp 87.000 Euro inkl. 19 % MwSt. und ist derzeit kein Wagen für Durchschnittsverdiener. Er ist jedoch eine umweltfreundliche Alternative wenn er richtig betankt wird.

Jaguar I-Pace Elektroauto Elektrowagen


Fahrer des I-Pace übernehmen Verantwortung

Zweifler wird es immer geben. Die 500 Kilometer fahren möchte und in zwei Stunden wieder den Heimweg antreten wollen. Welche die Herstellung der Batterie als Umweltsünde abtun und weitere negative Punkte anführen. Die gibt es auch beim Diesel und beim Auto mit Gasbetankung. Es sind sich auch Fleischesser, Vegetarier und Veganer nicht einig. Der Wagen fährt sich jedoch zukunftsartig genial einfach. Leise mit massiver Leistung und einer sehr schönen Optik. Der Wagen ist nichts für Menschen die täglich 300 Kilometer fahren und nicht verstehen, dass der Ansatz der Umwelt zu helfen nicht in Vollgas Fahrten bei 250 km/h liegen kann. Das schöne Innendesign ist ein Traum und die zahlreichen Vorbestellungen zeugen vom Erfolg. Während deutsche Firmen seit Jahren einen Elektrowagen ankündigen, hat Jaguar bereits einen im Programm. Eine Vorbestellung sichert Ihnen eine Auslieferung für 2019 zu. Der Elektrowagen kann bei uns bestellt und konfiguriert werden. Wir freuen uns über Ihre Anfrage.

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